Feuerwehrfahrzeuge für die Ukraine – Sarata, SWR und Tagesschau
Im April 2025 machte sich ERMSTALHILFT erneut mit Feuerwehrfahrzeugen auf den Weg in die Ukraine. Ein Fahrzeug kam aus Dettingen, ein weiteres aus Kirchheim unter Teck.
Neben den Fahrzeugen wurden weitere Ausrüstungsgegenstände transportiert, darunter Notebooks, Medikamente, Feuerwehrhelme, Sicherungsgurte und Schläuche.
Die Fahrzeuge sollten vor Ort beschädigte oder zerstörte Einsatzfahrzeuge ersetzen. Gerade Feuerwehren sind im Krieg mit zusätzlichen Gefahren und hohen Materialverlusten konfrontiert.
Die Fahrt wurde vom SWR begleitet und regional ausführlich dokumentiert.
Ein Teil der Tour führte nach Sarata. Der Bessarabiendeutsche Verein beschreibt eine Delegation vom 12. bis 15. April und die Übergabe eines Feuerwehrfahrzeugs an die örtliche Feuerwehr, die zuvor bei einem Raketenangriff ein Löschfahrzeug verloren hatte.
Simon Nowotni und Martin Salzer waren gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Kirchheim unterwegs und unterstützten auch die An- und Abreise der kommunalen Delegation.
Zum Programm gehörten neben der Feuerwache Begegnungen in Sarata, der Deutsche Park, der Dom in der Steppe, das Museum, das Lyzeum und das Krankenhaus.
Im Lyzeum wurde sichtbar, wie stark der Krieg inzwischen den Alltag junger Menschen prägt. Die Delegation erhielt Einblicke in neue Unterrichtsinhalte, die unmittelbar mit der Kriegssituation zusammenhängen.
Die Tour erhielt anschließend überregionale Aufmerksamkeit: Anfang Mai berichtete die SÜDWEST PRESSE, dass Simon Nowotni und Martin Salzer mit der Aktion auch in der ARD-Tagesschau zu sehen waren.
Damit wurde aus einem konkreten Feuerwehrprojekt zugleich ein öffentlich sichtbares Beispiel dafür, wie kommunale und ehrenamtliche Hilfe aus dem Ermstal in der Ukraine ankommt.
Der SWR berichtete ausdrücklich über die beiden ausgedienten Feuerwehrfahrzeuge aus Dettingen und Kirchheim unter Teck.
Neben den Fahrzeugen transportierte die Gruppe Notebooks, Medikamente, Feuerwehrhelme, Sicherungsgurte, Schläuche und ein Stromaggregat.
Simon Nowotni schilderte dem SWR den schlechten Zustand mancher Ausrüstung vor Ort. Martin Salzer berichtete zudem von der besonderen Gefahr für Rettungskräfte, die nach Angriffen selbst erneut zum Ziel werden können.
Für die Fahrt wurden rund 30 Stunden veranschlagt. Während der Tour nutzten die Helfer eine Warn-App, die vor Luftangriffen in den jeweiligen Regionen warnt.
Der Aufenthalt in der Ukraine war auf neun Tage angelegt.
Der Bessarabiendeutsche Verein ergänzt den SWR-Bericht um die konkrete Übergabe in Sarata und den Besuch der örtlichen Einrichtungen.
Die Kirchheimer Delegation bestand aus Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader, drei Stadträten und Hiltrud Elbert-Fano; drei Kirchheimer Feuerwehrleute waren bereits gemeinsam mit Simon Nowotni und Martin Salzer vorausgefahren.
Die Feuerwehr in Sarata hatte zuvor bei einem Raketenangriff ein Löschfahrzeug verloren.
Die Tour führte deshalb nicht nur zu einer Fahrzeugübergabe, sondern verband Feuerwehrhilfe, kommunale Partnerschaft und persönliche Begegnung.
Die spätere SWP-Berichterstattung dokumentiert außerdem, dass Simon Nowotni und Martin Salzer mit dieser Hilfsaktion in der ARD-Tagesschau zu sehen waren.
Die Fahrzeughilfe hatte eine belegte Vorgeschichte: Bereits am 2. April 2024 berichtete Dr. Pascal Bader aus Sarata über den Verlust eines Einsatzfahrzeugs und unzureichende Ausrüstung. Damals kündigte er an, gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim unter Teck Möglichkeiten für ausgediente Fahrzeuge und Ausrüstung zu prüfen. Die 2025 umgesetzte Fahrzeughilfe knüpfte damit an einen bereits vor Ort festgestellten konkreten Bedarf an.
Quellen & Medien
- SWR Aktuell – Zwei ausgediente Feuerwehrautos für die Ukraine · 10./15.04.2025
Originalquelle öffnen - Bessarabiendeutscher Verein – Betreff: Sarata · 2025
Originalquelle öffnen - SÜDWEST PRESSE – Zwei Dettinger in der Tagesschau · 06.05.2025
Originalquelle öffnen - ARD-Tagesschau / SWR Regional · Mai 2025
Originalbeitrag bei tagesschau.de öffnen
Zusammenfassung auf Basis der verlinkten Quellen. Pressebilder werden nicht kopiert; verwendet werden eigene Originalbilder.
