Tour 49 – 4.985 Kilometer durch eine Ukraine im Ausnahmezustand

3.–10. April 2023 · Südukraine

Humanitäre Transporte / Tourbericht

Tour 49 – 4.985 Kilometer durch eine Ukraine im Ausnahmezustand

Tour 49 – 4.985 Kilometer durch eine Ukraine im Ausnahmezustand

Am 3. April 2023 startete Tour 49 von ERMSTALHILFT mit drei Transportern in Richtung Ukraine.

Kurz vor der Abfahrt trafen noch dringend erwartete Medikamente ein, die unter anderem den Transport Schwerverletzter in ein Krankenhaus ermöglichen sollten.

Die Fahrer waren die Nacht hindurch unterwegs und nahmen im rumänischen Sibiu zusätzlich Gartengeräte für Menschen in den befreiten Gebieten auf.

Über das Donaudelta führte die Strecke in die Ukraine und weiter an Odessa und Mykolajiw vorbei in Gebiete, die zuvor von russischen Truppen besetzt gewesen waren.

An einem Abladeort warteten vor allem ältere Bewohner in der Kälte auf die Hilfslieferung. Schaufeln, Spaten, Hacken und Rechen waren dort besonders gefragt, weil viele Menschen ihre Versorgung und den Wiederaufbau selbst organisieren mussten.

Die Helfer dokumentierten die Übergabe der Güter mit Empfangsbestätigungen und erhielten gleichzeitig einen unmittelbaren Eindruck von zerstörten Orten.

Die Tour führte weiter nach Mykolajiw. Wenige Stunden nach der Weiterfahrt wurde dort ein Raketenangriff durch die ukrainische Luftabwehr abgewehrt.

Über Nachrichtenticker und das Backoffice erfuhren die Fahrer außerdem von Angriffen auf Gebiete, die sie kurz zuvor passiert hatten.

Auch Arzys war Teil der Route. Am Checkpoint wurde telefonisch überprüft, dass die Gruppe tatsächlich in der Schule erwartet wurde.

Für die Schule hatte ERMSTALHILFT Bücher, Arbeitshefte, Puzzle, Lehr- und Kartenmaterial im Gepäck. Diese Lieferung knüpfte an frühere Schüleraustausche und Kontakte zwischen Schulen in Bad Urach, Metzingen und Arzys an.

In Tarutino wurden bei der Feuerwehr Medikamente, Feuerwehrmonturen und Stiefel abgegeben, die von dort weiter verteilt werden sollten.

Die Tour zeigte zugleich, dass sich das Hilfskonzept weiterentwickelte. Nach den Erfahrungen vor Ort wollte ERMSTALHILFT künftig mehr benötigte Waren direkt in der Ukraine beschaffen.

Dadurch sollte Wertschöpfung im Land bleiben und gleichzeitig ein Teil der aufwendigen Transporte aus Deutschland vermieden werden.

Nach insgesamt 4.985 Kilometern kehrten Simon Nowotni, Martin Salzer, Simon Jell, Michael Winter, Jochen Wennagel und Holger Weiblen am Ostermontag nach Dettingen zurück.

Tour 49 ist deshalb nicht nur ein Transportbericht, sondern dokumentiert einen wichtigen Entwicklungsschritt der Arbeitsweise von ERMSTALHILFT.

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Presse- und Medienquellen

Die Inhalte wurden redaktionell zusammengefasst. Fremde Pressetexte und Pressebilder werden nicht vollständig kopiert. Als Beitragsbilder verwenden wir vorhandene Originalaufnahmen von ERMSTALHILFT.

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